Taj Mahal in Agra und die heilige Stadt Varanasi, Indien

Bei einer Indienreise darf wohl der Besuch des Taj Mahal nicht fehlen. Mein Guesthouse hab ich in der Nähe des Taj Mahal ausgesucht. Von der Dachterasse aus hatte ich einen schönen Blick auf das Taj.

Am nächsten Morgen bin ich schon recht früh zum Taj aufgebrochen, um den Touristenmassen zu entgehen. Den Plan hatten gaub ich alle, aber es hielt sich noch einigermassen in Grenzen.

Wenn man durch den Torbau geht und den ersten Blick auf das Taj wirft, ist das schon recht beeindruckend. Das Gebäude ist Wunderschön und strahlt einfach etwas aus. Nachdem ich einmal durch das innere gewatschelt bin, dort befinden sich die Grabmäler des Grossmoguls und seiner Lieben, habe ich mich noch recht lange in dem Garten rund um das Taj aufgehalten und es aus allen möglichen Richtungen bestaunt und Fotos geschossen. Die 4 Minarette sind extra schräg vom Gebäude weg gebaut worden, dass sie im Falle eines Erdbebens nicht auf das Taj Mahal fallen.

Einen Tag hab ich ein Tuk-Tuk gechartert und bin zum Agra Fort und zum Baby Taj Mahal, das ebenfalls sehr schön ist. Auch wurde ich auf die Rückseite des Taj Mahal auf der anderen Seite des Flusses gebracht, wo man auch eine gute Aussicht aufs Gebäude hat. Ein paar Jungs haben mir einen Platz gezeigt wo es keinen Eintritt kostet, hab Ihnen dafür ein paar Rupees gegeben. Die Kinder sind wohl nicht gern gesehen, denn die Männer am Eingang haben komisch geschaut und wollten sie weg scheuchen. Sowieso werden die Strassenkinder in Indien oft mit einem Holzstab verscheucht, als wären sie wilde Tiere.

Langsam komme ich immer mehr Richtung Nepal, mein letzter Stop in Indien soll Varanasi sein. Varanasi ist eine sehr alte und heilige Stadt für Hindus in Indien. Es herrscht schon eine spezielle Stimmung dort, leider wird sie durch die vielen vielen Touristenfänger ein bisschen getrübt.

Es gibt sehr viele Pilger dort. Zu den Ritualen gehört auch das Baden im Ganges. Dass Sie das Bad in diesem verseuchten Fluss überhaupt überleben, ist wohl schon das erste Wunder. Ich habe in ganz Indien leider keinen einzigen sauberen Fluss oder See gesehen.

An den Ghats, das sind die Treppenstufen zum Ganges hin, finden auch Verbrennungen von den Toten statt. Danach wird die Asche in den Ganges gestreut. Jeden Abend findet am Fluss eine Art Zeremonie statt, der ganze Fluss ist voll mit kleinen Booten. Eine schöne friedliche Stimmung irgendwie.

Der Stadtteil in der Nähe des Flusses besteht aus engen Gässchen. Wie überall in Indien hat es hier natürlich auch Kühe. Wenn in so einer engen Gasse auf einmal so ein ausgewachsener Bulle vor dir steht, bekommst du schon Respekt. Wenn du durch die Gassen läufst kannst du schön den Kuhfladen ausweichen, wenn es dann aber anfängt zu Regnen verschwinden die Kuhfladen und ein einziger Sumpf bildet sich, durch den du leider durch musst.

Mein Zeit in Indien ist zu Ende. Unglaubliche 6 Monate sind schon vorbei. So viel hab ich dort gesehen und erlebt, schönes sowie auch trauriges. Indien ist auf jeden Fall eine Reise wert, sei dir aber bewusst darüber, dass es wie eine andere Welt ist.

Fazit: Ich möchte irgendwann einen kleinen Esel haben 🙂

See you in Nepal, Ben

Rajasthan, Indien…Udaipur, Jodphur, Jaisalmer

Eigentlich war ja mein Plan, dass nachdem ich in Chennai war, ich an der Ostküste in Richtung Norden ziehe. Dann kam mir aber zuerst Auroville und dann Hampi dazwischen und so war ich mitten irgendwo im Nirgendwo. Von Hampi aus wieder zur Ostküste fahren hatte ich irgendwie keinen Bock. Unterwegs hab ich immer wieder tolles von Rajasthan gehört.

Also machte ich mich auf den schier endlosen Weg zuerst nach Udaipur. Die Zugverbindungen liessen es nicht anders zu dass ich nochmal zum Umsteigen nach Mumbai (Bombay) kam. Wenn man mit dem Zug nach Mumbai einfährt, ist irgendwie eine trostlose depressive Glocke über der Stadt, nicht genau zu erklären. Diesmal hatte der Monsun schon begonnen und der Regen peitschte aus allen Richtungen. 

Beim warten am Bahnhof „Dadar“ kam ich mit Indern ins Gespräch und sie haben mir noch Jaisalmer empfohlen, eine Wüstenstadt die fast an der Pakistanischen Grenze liegt.

Irgendwann bin ich dann doch noch in Udaipur gelandet. Mein Guesthouse (Hotel Lake Star) liegt schön am See und von der Dachterasse wo das Restaurant ist, hat man eine tolle Aussicht auf den See, den City-Palast und auf das Taj Lake Palace. Dort wurde unter anderem der James Bond Film «Octopussy» gedreht. 

Als ich ankam war im Restaurant gerade eine kleine Geburtstagsfeier einer Frau. Ich bekam auch ein Stück der guten, aber sehr Sahnelastigen Torte. Es scheint dort wohl so Brauch zu sein dass die Gäste das Geburtstagskind mit Torte füttern. Auf jeden Fall schob einer nach dem anderen der Armen ein Stück von dieser Torte in den Mund. Nach dem xten Stück konnte die Arme fast nicht mehr runter schlucken und ihr wurde glaub leicht übel. Sie tat mir echt leid.

An meinem Geburtstag hatte ich mir einen Scooter gemietet und bin zum Monsoon-Palace gefahren, ein Palast hoch oben auf dem Berg. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf Udaipur und Umgebung. Der Palast war ebenfalls Schauplatz von Octopussy.

Am Abend hab ich leckeres Indisches Essen auf der Dachterasse genossen. Jeden Abend zur Dämmerung drehen die Flughunde ihre Runde über die Stadt und den See. Der ganze Himmel ist voller Batmans :-).

Während es in Udaipur angenehm von den Temperaturen war und es auch immer wieder kurz geregnet hatte, war es in Jodhpur, der blauen Stadt wiedermal brütend heiss. Von meinem Guesthouse (Inda Heritage Guesthouse) hatte ich einen schönen Bick über die Stadt und auf das riesige Fort Mehrangarh.

Bei der Hitze war eine leckere kühle Lassi auf dem Marktplatz genau die richtige Abkühlung. Dort konnte ich dann schön dem wuseligen Treiben auf dem Marktplatz zusehen. Ich war noch in dem Desert Rock Park, dort läuft man einmal um die grosse Festung und kommt durch die blaue Stadt. Schattenplätze sind rar und es ist brütend heiss.

In Jaisalmer hatte ich dann meine bis jetzt günstigste Unterkunft (Rumi`s Home Stay) für sage und schreibe 1,20 $ die Nacht. Dazu noch frisch Renoviert und Sauber, unglaublich. Das Guesthouse befindet sich in der Festung, wo man eine tolle Aussicht hat. Ali, der Pächter ist auch ein cooler und netter Typ. Bei ihm habe habe ich dann eine Kamelsafari mit Übernachtung in der Wüste gebucht. Das war ein unbeschreiblich tolles Erlebnis.

Heisse Wüstengrüsse, Ben