- Mumbai (Bombay)
(Bombay kommt aus dem Portugiesischen, und bedeutet „gute Bucht“.
Die Portugiesen waren die ersten, die dieses wunderschöne Land und ihre friedlichen Bewohner ausgebeutet, gemordet und Kolonialisiert haben. Andere europäische Nationen sollten folgen. Zuletzt die Engländer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mumbai
Da bin ich nun in Indien.
Alles neu für mich und recht spannend. Wie sind die ersten Eindrücke. Was erwartet mich. Voller Freude und einer fetten Portion Neugier taste ich mich mal an die Sache ran.
Beim Landeanflug auf Mumbai sieht man schon die ein oder anderen Slum-Siedlungen. Ein paar Minuten davor noch freies Unbewohntes Land. Stellt man sich schon die Frage warum es so viele Menschen in die Stadt zieht und am Schluss landen sie in so einem Slum.
Bei der Einreisekontrolle wollte der Herr Zollbeamte weder wissen wie lange ich hier bleibe , noch musste ich ein Ausreiseticket vorlegen oder vorweisen wo ich mich in der ganzen Zeit aufhalte. Nach dem ganzen Hick-Hack vor dem Abflug doch ein bisschen Merkwürdig das ganze.
In Mumbai am Flughafen angekommen hab ich mich erst mal mit ein paar Rupees eingedeckt. 1 CHF = 70 INR Rupees
Ich war recht am Arsch vom Flug und der Zeitverschiebung, also Taxi geordert und nichts wie ab ins Hotel.
Ein schmächtiger Helfer brachte mich dann mit meinem Gepäck zum Taxistand. Wir mussten vor einem Lift warten. Da machte er mir Zeichen dass wir lieber die Rolltreppe nehmen sollten, sonst warten wir zu lange. Mit dem Gepäckwagen konnten wir ja nicht die Rolltreppe runter. Also schnappte er sich meinen „leichten“ Rucksack.
Er sagte zwar nichts, aber an seinem Gesichtsausdruck war zu erkennen, dass er doch lieber auf den Lift gewartet hätte. Und vermutlich waren noch allerlei Schimpfwörter mit dabei. Nach der Rolltreppe nahm er sehr gerne wieder einen Gepäckwagen :-).
Na gut, dann alles ins Taxi gehievt und los geht es.
Wir fuhren nicht lange und schon habe ich die ersten Slum Hütten gesehen. Wild und Wahllos aneinander und übereinander gebaute Hütten.
Also weiter geht die Fahrt zum Hotel. Die Fahrt dauert dann doch fast eineinhalb Stunden. Es ist sehr viel Verkehr auf der Strasse.
Der Taxifahrer meinte jetzt machen die Büros zu und alle wollen nach Hause fahren. Zaghaft mache ich ein paar Fotos aus dem Taxi heraus. Die ersten Inder begrüssen mich freundlich mit einem „Hello“ und „Hi, how are you“.
Langsam in der Nähe des Hotels angekommen, muss der Taxifahrer mehrmals nachfragen wo die Strasse von dem Hotel ist.
Dann waren wir am Ziel. Das Hotel befindet sich in einer kleinen Seitenstrasse wo das Taxi nicht rein fahren kann. Somit wurde ich dort von einem Hotelmitarbeiter abgeholt.
Im Hotel Check in und dann erst mal ausruhen.
Das Zimmer ist recht klein. Eigentlich genau so gross wie das Bett. Kleiner Platz zum Rucksack abstellen und ein kleines Bad, das war`s. Aber egal, für ein paar Tage in der City vollkommen ausreichend für mich.
Nachdem ich mich ausgeruht hatte, wollte ich dann doch noch bisle raus. Hab im Hotel kurz nachgefragt ob es denn draussen sicher für mich sei. Er hat gelächelt und gemeint ganz Mumbai sei für mich sicher. Okay, das hat sich dann auch so bewahrheitet.
Während ich ein bisle umher geschlendert bin, habe ich recht schnell fest gestellt dass ich weit und breit der einzige weisse Tourist bin. Viele Inder schauen mich an als käme ich von einem anderen Stern. Es ist nichts böses in ihnen zu erkennen, einfach nur Verwunderung was dieser Weisse da hier macht.
So müssen sich wohl ungefähr die Ausländer bei uns fühlen. Zum Glück werden hier aber keine Nazi-Parolen geschwungen und ich bekomme keine Springerstiefel ins Kreuz getreten nur weil ich eine andere Hautfarbe habe.
Alles super friedlich hier.
Mein Hotel liegt inmitten eines riesigen Strassen-Marktes.
Menschen, Menschen, überall Menschen, stehend, laufend, kriechend, sitzend, schlafend. Es hat den Anschein als platze die Stadt aus allen Nähten. 22 Millionen sollen in der Stadt und näheren Umgebung leben, das merkt man.
Hunger hab ich langsam inzwischen auch bekommen. Hab dann an einem Foodstand an der Strasse irgendwas gegessen. Eine Art Linsen oder Kichererbsensuppe. Dazu Reis. Hat noch gut geschmeckt und ich habe keine Magenprobleme davon bekommen 🙂
Alle anderen haben gestanden beim Essen, mir wurde ein Stuhl angeboten. So sass ich da nun als weisser Farang im schummrigen Licht einer Strassenlaterne inmitten einer Gruppe finster drein blickender Inder, die alle hastig Ihr Essen mit den Händen herunterschlangen. Besteck wird nicht benötigt, du hast doch Hände.
(es ist nur der erste Moment, wo du denkst dass alle finster drein blicken, im nächsten Augenblick sind die meisten alle super nett und hilfsbereit).
Irgendwann hatte ich dann genug von dem Tohuwabuhhh und bin ins Hotel schlafen gegangen.
Good Night, and sleep well…
ps. das Foto mit den vielen Öltankern war vor der Küste bei den Arabischen Emiraten. Echt krass wie viele Tanker dort auf das schwarze Gold warten.