Eindrückliche Begegnungen in Mumbai

Bis heute hatte ich ausser ein paar alten Frauen noch nichts mit Bettlern groß gesehen. Dies sollte sich bald ändern.

Ich war heute wieder beim Streetfoodstand meines Vertrauens und aß gerade mein Fried-Rice.

Auf einmal bemerkte ich, wie mich etwas an meinem Bein berührte. Ich schaue nach unten, da steht ein kleiner Junge. Ich schätze ihn mal so auf ca. 5-6 Jahre. Seine Kleider waren sehr dreckig und zerlumpt. Er selbst hat auch ausgesehen, als hätte er schon längere Zeit kein Bad oder eine Dusche bekommen.

Er schaut mich an und macht mit seiner Hand Bewegungen zu seinem Mund. Sein Gesicht und die Haare waren voller Staub, der durch die ganze Stadt wirbelt. Im ersten Moment habe ich nicht gleich geschalten und war ein bisschen mit dieser Situation überfordert.

Ich schaute etwas verlegen den Foodverkäufer an, dann wieder zu dem Jungen.

Er machte wieder diese Bewegungen mit seiner Hand zum Mund. Dann habe ich erst richtig realisiert, dass der kleine Junge nicht um Geld bettelt, sondern er hat nichts zu Essen und hat Hunger.

Ich habe wieder zum Foodverkäufer geschaut und genickt, er solle dem Jungen eine Portion zum Essen machen. „poor boy“ sagte er nur kurz mit seinem breiten Indischen Grinsen.

Er gab ihm die Portion, der Junge schaute mich kurz an und wollte damit glaub ich Danke sagen.

Ich dachte er isst es gleich an Ort und Stelle, jedoch ging er damit weg und verschwand in der Menschenmenge.

Hab mir dann später gedacht, dass er es vielleicht zu seiner Familie bringt, oder mit seinem Bruder oder einem Freund teilt.

Richtigen Hunger und nichts zu Essen zu haben ist ein Gefühl, das wohl die wenigsten Menschen in Europa, Deutschland, Schweiz überhaupt nur Ansatzweise kennen.

Diese Szene hat mich noch lange beschäftigt.

Kann man sich wieder die Frage stellen, warum es so viele ganz reiche Menschen gibt, und gleichzeitig Kinder die Hungern müssen.

Dass es hungernde Menschen auf der Erde gibt, weiss ja jeder irgendwie. Wenn man das aber vor Ort selber mitbekommt, ist das nochmal was ganz anderes.

Tags darauf eine andere Situation.

Ich hab an der Bushaltestelle auf den Bus gewartet. Die Strasse hat so etwas wie einen breiteren Mittelstreifen. Dort sind auch so Überquerungshilfen für die Fussgänger.

Während ich so ein bisschen umher geschaut habe, ist mir dort auf einmal jemand aufgefallen.

Ich habe gesehen wie da jemand, in einer Decke eingewickelt, auf dem Boden liegt. Es war ein Junger Mann, vielleicht so ca. 18-20 Jahre alt. Als er sich mal ein bisschen bewegt hat , habe ich erst richtig gesehen wie dünn er war. Er war wirklich sehr dünn.

Er hatte ein paar Plastiktüten um sich herum. Dort holte er immer wieder eine kleine Flasche heraus, und rieb sich mit der Flüssigkeit ein. Ich nehme an es war irgendein Medikament.

Ich konnte dann nicht länger zuschauen und bin los gezogen um an einem Strassenstand etwas zum Essen für den armen Jungen zu holen. Dies habe ich ihm gebracht und zu Ihm hin gestellt. Er schaute mich an und machte mir Zeichen dass er Wasser zum Trinken benötigt. Das habe ich ihm dann auch noch gebracht.

Ich habe ihn angeschaut und für einen kurzen Moment gab es irgendeine Verbindung zwischen uns. Ich habe seine Dankbarkeit gespürt. Ich hab nur genickt und er hat auch genickt, dann bin ich fort gegangen.

Danach sind mir echt die Tränen gekommen und ich bin ein Zeit lang wie in Trance apathisch durch die Stadt gelaufen.

Viele andere Bettler und Verstümmelte sollten noch folgen. Ich hab denen was gegeben wo ich das Gefühl hatte, dass es auch für ihn selbst ist.

Ich hab mich auch an den Film „Slumdog Millionaire“ erinnert, den wir noch kurz vor der Abreise geschaut haben. Ich hab wirklich diese Verunstalteten Menschen mit ausgebrannten Augen gesehen. Es ist schlimm.

ben

Mumbai

Den zweiten Tag hab ich mal die nähere Umgebung von meiner Unterkunft erforscht. Hab dann an der Strasse einen neuen Foodverkäufer entdeckt. Fried Rice mit gemüse für 30 Rupees, gebratene Nudelpfanne mit Eier und Gemüse 40 Rupees.

Du bekommst alles an der Strasse. Obst, Gemüse, leckerer Chai, frische leckere Lassi, frische geröstete Erdnüsse. Alles schmeckt so gut.

Reisetaschen, Gürtel und irgendwelchen Plastik-Ramsch scheinen die Inder besonders gern zu mögen. Die Stände sind überfüllt mit dem Zeugs.

Die nächsten Tage bin ich dann mal bisle weiter durch die City gewatschelt. Der Marine Drive liegt auch in der näheren Umgebung von meiner Unterkunft und ist die Strandpromenade von Mumbai. Eine Riesenlange Bucht mit vielen Hotels und der Skyline von Mumbai im Hintergrund. Da kannst nen ewig langen Sparziergang machen. In der brütenden Mittagssonne so wie ich es gemacht habe vielleicht nicht gerade sehr sinnvoll 🙂

In der Nähe dort steht ein großes Cricketstadion. Bin kurz vorbei und hab gefragt ob denn bald ein Spiel wäre. Da wurde mir erklärt dass im Moment Pause ist und die Saison erst im März oder April wieder los geht. Schade, ich hätte gerne bei einem Spiel zugeschaut. Hab von Cricket nämlich überhaupt keine Ahnung.

War dann noch am Gateway of India. Ein grosses Bauwerk am Meer und hat ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Triumphbogen in Paris.

Dieses wurde zum Gedenken an irgendeine Königin von England gebaut, als diese zu Besuch nach Mumbai kam. Total überloffen mit Indischen Touristen. Ohh Gott wie ich solche Touristenplätze hasse.

Es wimmelt nur so von Fotografen, die ein Foto gegen Bezahlung mit dir und dem alten Bauwerk machen wollen. Ich habe dankend abgelehnt.

Hab dort dann doch noch zwei andere weisse Touristen gesehen, und später am Bahnhof beim Zugticket kaufen noch ein paar, das solls dann aber auch gewesen sein in Mumbai.

Ich hatte lust zu laufen und bin dann den ganzen Weg bis zum Bahnhof Mumbai CST zu Fuss unterwegs gewesen.

Auf dem Weg dorthin bin ich noch an einem Museum vorbei gekommen. Ein sehr schönes Gebäude. Dort hatten sie draussen, warum auch immer, Geldscheine aus Deutschland und der DDR ausgestellt. Rein gegangen bin ich nicht, es hatte zu viele Touris.

Der Bahnhof hat von aussen eine sehr schöne Architektur und es ist unverkennbar welche europäische Nation da Ihre Finger im Spiel hatte. Im Gegensatz zu manch anderen Gebäuden in der Umgebung ist der Bahnhof an Prunk und Protz nicht zu überbieten. Auch manch andere Gebäude lassen auf die Englische Kolonialzeit schliessen.

Bin dann noch in den Bahnhof rein und hab mir das Wuselspektakel noch gegeben. Der Bahnhof ist eine Endstation von dem S-Bahn System in Mumbai und Ausgangspunkt für die Fernzüge in alle Richtungen. Laut Wikipedia einer der Bahnhöfe mit den meisten Fahrgästen täglich Weltweit.

Musste mir dann noch den Local-Bus geben. Meine Unterkunft liegt ja in der Nähe vom Bahnhof CST. Bin dann die paar Stationen nach Hause mit dem Bus gefahren. Bin einfach mal in einen eingestiegen der in Richtung fährt, war zum Glück der richtige. In jedem Bus ist der Fahrkartenverkäufer mit an Board. Google Maps sei dank, dort konnte ich den Namen der Station ausfindig machen, wo ich raus muss. Hab den Namen dem Verkäufer so gesagt und er gab mir für 7 Rupees das Ticket. Klappt doch alles einwandfrei mit der Verständigung :-).

Am nächsten Tag hatte ich lust mal mit dem S-Bahn-System durch die Stadt zu brausen. Nach mehrmaligem Fahrkartenschalter wechseln war ich dann am richtigen. Es gibt ein Touristenticket für 1, 3 oder 5 Tage. Habe für 3 Tage gelöst und 115 Rupees bezahlt.

Das Einsteigen in so eine S-Bahn ist schon ein Abenteuer. Du stehst vor der Tür in einem Pulk von Menschen und jeder fängt an zu schieben. Du wirst quasi in der Zug rein gepumpt. Innerhalb weniger Sekunden wird eine ganze Menschentraube in den Zug rein gepresst. Vermutlich weil jeder einen Sitzplatz ergattern will und der Zug wartet auch nicht. Er fährt einfach los. Es gibt keine Türen die schliessen. Teilweise springen die Leute noch auf den anfahrenden Zug.

Bin dann an verschiedenen Stationen mal ausgestiegen. Aber egal wo du bist. Es sieht irgendwie überall gleich aus. Und überall das gleiche Gewusel und der gleiche Lärm.

Bin auch mal an der Station Mahin Junction ausgestiegen. Von dort gelangt man nach Dharavi, dem grössten Slum Asiens. Dort kannst du mit einem Guide geführte Touren unternehmen. Hatte mir zuerst überlegt das zu machen, habe dann aber aufgrund meiner doch bisle angeschlagenen Gesundheit darauf verzichtet.

Wir in Europa haben echt keine Ahnung wie gut es uns allen geht. Wenn du siehst unter welchen Umständen in Indien die Menschen teilweise leben müssen. Und obwohl viele Menschen dort nicht viel haben, gibt es so gut wie keine Kriminalität. Ich habe bis jetzt zumindest nichts mitbekommen. Ich habe mich jederzeit sicher gefühlt.

Mumbai day one

  • Mumbai (Bombay)
    (Bombay kommt aus dem Portugiesischen, und bedeutet „gute Bucht“.
    Die Portugiesen waren die ersten, die dieses wunderschöne Land und ihre friedlichen Bewohner ausgebeutet, gemordet und Kolonialisiert haben. Andere europäische Nationen sollten folgen. Zuletzt die Engländer.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mumbai

Da bin ich nun in Indien.
Alles neu für mich und recht spannend. Wie sind die ersten Eindrücke. Was erwartet mich. Voller Freude und einer fetten Portion Neugier taste ich mich mal an die Sache ran.
Beim Landeanflug auf Mumbai sieht man schon die ein oder anderen Slum-Siedlungen. Ein paar Minuten davor noch freies Unbewohntes Land. Stellt man sich schon die Frage warum es so viele Menschen in die Stadt zieht und am Schluss landen sie in so einem Slum.

Bei der Einreisekontrolle wollte der Herr Zollbeamte weder wissen wie lange ich hier bleibe , noch musste ich ein Ausreiseticket vorlegen oder vorweisen wo ich mich in der ganzen Zeit aufhalte. Nach dem ganzen Hick-Hack vor dem Abflug doch ein bisschen Merkwürdig das ganze.
In Mumbai am Flughafen angekommen hab ich mich erst mal mit ein paar Rupees eingedeckt. 1 CHF = 70 INR Rupees

Ich war recht am Arsch vom Flug und der Zeitverschiebung, also Taxi geordert und nichts wie ab ins Hotel.
Ein schmächtiger Helfer brachte mich dann mit meinem Gepäck zum Taxistand. Wir mussten vor einem Lift warten. Da machte er mir Zeichen dass wir lieber die Rolltreppe nehmen sollten, sonst warten wir zu lange. Mit dem Gepäckwagen konnten wir ja nicht die Rolltreppe runter. Also schnappte er sich meinen „leichten“ Rucksack.
Er sagte zwar nichts, aber an seinem Gesichtsausdruck war zu erkennen, dass er doch lieber auf den Lift gewartet hätte. Und vermutlich waren noch allerlei Schimpfwörter mit dabei. Nach der Rolltreppe nahm er sehr gerne wieder einen Gepäckwagen :-).

Na gut, dann alles ins Taxi gehievt und los geht es.
Wir fuhren nicht lange und schon habe ich die ersten Slum Hütten gesehen. Wild und Wahllos aneinander und übereinander gebaute Hütten.

Also weiter geht die Fahrt zum Hotel. Die Fahrt dauert dann doch fast eineinhalb Stunden. Es ist sehr viel Verkehr auf der Strasse.
Der Taxifahrer meinte jetzt machen die Büros zu und alle wollen nach Hause fahren. Zaghaft mache ich ein paar Fotos aus dem Taxi heraus. Die ersten Inder begrüssen mich freundlich mit einem „Hello“ und „Hi, how are you“.
Langsam in der Nähe des Hotels angekommen, muss der Taxifahrer mehrmals nachfragen wo die Strasse von dem Hotel ist.
Dann waren wir am Ziel. Das Hotel befindet sich in einer kleinen Seitenstrasse wo das Taxi nicht rein fahren kann. Somit wurde ich dort von einem Hotelmitarbeiter abgeholt.
Im Hotel Check in und dann erst mal ausruhen.
Das Zimmer ist recht klein. Eigentlich genau so gross wie das Bett. Kleiner Platz zum Rucksack abstellen und ein kleines Bad, das war`s. Aber egal, für ein paar Tage in der City vollkommen ausreichend für mich.
Nachdem ich mich ausgeruht hatte, wollte ich dann doch noch bisle raus. Hab im Hotel kurz nachgefragt ob es denn draussen sicher für mich sei. Er hat gelächelt und gemeint ganz Mumbai sei für mich sicher. Okay, das hat sich dann auch so bewahrheitet.

Während ich ein bisle umher geschlendert bin, habe ich recht schnell fest gestellt dass ich weit und breit der einzige weisse Tourist bin. Viele Inder schauen mich an als käme ich von einem anderen Stern. Es ist nichts böses in ihnen zu erkennen, einfach nur Verwunderung was dieser Weisse da hier macht.
So müssen sich wohl ungefähr die Ausländer bei uns fühlen. Zum Glück werden hier aber keine Nazi-Parolen geschwungen und ich bekomme keine Springerstiefel ins Kreuz getreten nur weil ich eine andere Hautfarbe habe.
Alles super friedlich hier.

Mein Hotel liegt inmitten eines riesigen Strassen-Marktes.
Menschen, Menschen, überall Menschen, stehend, laufend, kriechend, sitzend, schlafend. Es hat den Anschein als platze die Stadt aus allen Nähten. 22 Millionen sollen in der Stadt und näheren Umgebung leben, das merkt man.

Hunger hab ich langsam inzwischen auch bekommen. Hab dann an einem Foodstand an der Strasse irgendwas gegessen. Eine Art Linsen oder Kichererbsensuppe. Dazu Reis. Hat noch gut geschmeckt und ich habe keine Magenprobleme davon bekommen 🙂
Alle anderen haben gestanden beim Essen, mir wurde ein Stuhl angeboten. So sass ich da nun als weisser Farang im schummrigen Licht einer Strassenlaterne inmitten einer Gruppe finster drein blickender Inder, die alle hastig Ihr Essen mit den Händen herunterschlangen. Besteck wird nicht benötigt, du hast doch Hände.
(es ist nur der erste Moment, wo du denkst dass alle finster drein blicken, im nächsten Augenblick sind die meisten alle super nett und hilfsbereit).

Irgendwann hatte ich dann genug von dem Tohuwabuhhh und bin ins Hotel schlafen gegangen.

Good Night, and sleep well…

ps. das Foto mit den vielen Öltankern war vor der Küste bei den Arabischen Emiraten. Echt krass wie viele Tanker dort auf das schwarze Gold warten.

 

 

 

Abschied und Abreise 07.02.2018

Heute ist Tag der Abreise.

Die letzten Wochen waren recht stressig für mich. Alles Organisieren, die Wohnung abgeben. All mein ganzer Krümpel wegschmeissen und die wichtigsten Sachen zu meiner Schwester bringen. Das Auto los werden. Ein Zettel dahin, ein Zettel dorthin.

Dies hatte alles dazu geführt, dass es mich dann umgehauen hat. Am Freitag vor der Abreise wollte ich eigentlich nach Bern fahren und meinen Pass mit Visa wieder holen. Stattdessen lag ich mit Erkältung und Fieber im Bett. Kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal Fieber hatte. Das ganze hielt dann bis Montag.

Am Montag hab ich dann noch einen Trip nach Deutschland rüber gemacht, um mich von meinen beiden Schwestern mit Familien zu Verabschieden.

Am Dienstag konnte ich dann nach Bern fahren und meinen Pass endlich holen. Ja ein Tag vor der Abreise, ich weiss…

Die letzten Tage vor der Abreise war ich ja ohne Wohnung und quasi Obdachlos. Ein riesengrosses Dankeschön nochmal an Nico und Angela, die den Obdachlosen Ben bei sich aufgenommen haben.

So, also der letzte Tag

Nach dem aufstehen bin ich ins Dorf runter gewatschelt und hab erst mal ordentlich gefrühstückt. Danach bin ich nach Hause und hab den Rest noch in den Rucksack gepackt und alles nochmal ein bisschen besser verteilt.

Der Rucksack ist doch schwerer geworden als geplant. 20, 2 Kg bringt er auf die Waage.

Läääck, was ist denn da so schweres drin, sind doch lauter leichte sachen ;-). Und dabei haben wir 2 Abende vorher schon ordentlich aussortiert mit Küchenwaage und Abstimmungszettel…lol. Das war ein lustiger Abend. 🙂

Dazu noch der kleine Rucksack mit ähhh, ein paar Kilos…

Als dann gegen Abend alle da waren, Selina und Kipfi sind auch mitgekommen, was mich sehr gefreut hatte, ging es auf zum Flughafen.

Am Flughafen dann als erstes mal Einchecken, dass ich das Gepäck los habe und wir es uns noch gemütlich machen können.

Also Emirates Schalter gesucht und angestanden zum Check-in.

Dann kam die erste Hiobsbotschaft. Die gute Frau von Emirates hat mir erklärt, dass Sie mich nicht einchecken darf/ kann, weil ich nur ein Oneway-Ticket besitze. Sie sagte, es kann Probleme bei der Einreise nach Indien geben und Sie müssten mich dann quasi wieder mit zurück nehmen, wo die Fluggesellschaft natürlich voll Bock darauf hat.

Ich habe Ihr versucht zu erklären dass ich ein Visum für 6 Monate in meinem Reisepass habe, und ich extra auf der Indischen Botschaft nachgefragt hatte ob es Probleme geben kann weil ich nur ein Oneway-Ticket habe. Dies wurde dort klar verneint.

Nach langem hin und her blieb mir nichts anderes übrig als ein Ausreiseticket zu Buchen.

Dieses brauchte ich eigentlich sowieso, weil nach 3 Monaten muss ich für mindestens 48 Stunden Indien verlassen. Dies wollte ich aber in Ruhe unterwegs buchen, je nachdem wo ich gerade bin.

Hab dann Online ein relativ günstiges gefunden und gebucht.

Jedoch kam und kam leider keine Bestätigung. Die Reservierung alleine genügt auf Anfrage nicht. Da die Zeit bis zum Abflug immer knapper wurde, musst ich in den sauren Apfel beissen und nochmals ein Ticket buchen. Diesmal aber direkt am Schalter, so dass ich sofort eine schriftliche Bestätigung hatte.

Was für eine Bürokratie und ein Hürdenlauf…tztztz. Das System versucht mich mit allen vereinten Kräften festzuhalten.

Mit dieser Bestätigung bin ich dann husch husch wieder zum Check-in. Suuuupeeeer, diesmal wurde alles akzeptiert und ich wurde eingecheckt. Ich darf doch mitfliiiiiieeeegen.

Inzwischen war schon so spät, dass ich mich schon auf den Weg zum Gate machen musste. Der Abschied war kurz und schmerzlos. Hab gejubelt und gelacht, ein letztes mal Gewunken und dann verschwand ich in der Kontrolle.

Am Gate angekommen lief bereits das Boarding, somit konnte ich gleich in den Riesenvogel A380 einsteigen. Der Platz neben mir war zum Glück nicht besetzt, somit hatte ich bisle mehr Freiheiten. Mit etwas Verspätung sind wir dann abgehoben. Es gab dann noch lecker Abendessen und ich bin danach glücklich und zufrieden eingeschlafen.

Das Leben ruft

„Hallo“…,“Haalloo“….,“Haaalloooo“…, hmmm…, „Hallo ben“…, häää…, „Haaallooo ben“…, häää was…, „Hallo ben, ich bins, das Leben, ich rufe dich“…,
achso du bist’s.
Warte einen Moment, ich kündige eben mal meinen job und die Wohnung, packe meinen Rucksack, dann bin ich bei dir…